Münchner Stadtmuseum


Seit 2011 untersucht das Münchner Stadtmuseum, eines der größten kommunalen Museen Deutschlands mit über 3 Millionen Objekte, die Ankaufspolitik des Hauses. Durch ein Forschungsprojekt mit der Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste konnten erste Ergebnisse recherchiert werden. Diese sind 2018 in einer Ausstellung mit Katalog unter dem Titel »Ehem. jüdischer Besitz« – Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus veröffentlicht worden. Seit Dezember 2017 ist die Provenienzforschung am Münchner Stadtmuseum verstetigt, die zunächst halbe Stelle konnte seit 2020 auf eine volle unbefristete Stelle aufgestockt werden. Unterstützt wird die Arbeit zeitweise durch eine studentische Teilzeitkraft im Werkvertrag.

Es wird systematisch daran gearbeitet, die Bestände, insbesondere die zwischen 1933 und 1945 ans Haus gekommenen, genauer zu untersuchen. Das Münchner Stadtmuseum bemüht sich um eine transparente Dokumentation der Provenienzarbeit. Zu diesem Zweck wird unter anderem die Homepage des Museums kontinuierlich aktualisiert und um Bilder und Interviews mit den Nachkommen der betroffenen Familien ergänzt.

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