Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern

 
Der Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern (FPB) ist 2015 auf Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gegründet worden. Der Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern dient der Vernetzung und dem Austausch der staatlichen Institutionen, die sich mit Provenienzforschung befassen.

Aktuelles


2. Internationaler Tag der Provenienzforschung am 8. April 2020
Öffentliche Veranstaltungen abgesagt – Digitale Angebote zugänglich

Der Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. hat im Jahr 2019 zum ersten Mal den Internationalen Tag der Provenienzforschung initiiert, der auf große Resonanz gestoßen ist. Über 70 Kulturinstitutionen in Deutschland und darüber hinaus haben damals im Rahmen von Museumsführungen, Vorträgen, Ausstellungen und anderweitigen Aktionen eine breite Öffentlichkeit über ihr Engagement in der Provenienzforschung informiert. Für dieses Jahr sind 100 Veranstaltungen aus vier Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, USA) angemeldet worden, in denen Provenienzforscherinnen und Provenienzforscher ihre tägliche Arbeit öffentlich vorstellen wollten. Auch die Institutionen des Forschungsverbundes Provenienzforschung Bayern haben für diesen Aktionstag ein umfangreiches Programm zusammengestellt.
Aufgrund der COVID-19-Pandemie müssen die öffentlichen Veranstaltungen in diesem Jahr leider abgesagt werden. Zugänglich ist dafür ein digitales Angebot, das verschiedene Institutionen des Forschungsverbundes ersatzweise erstellt oder ohnehin geplant haben. Dieses Angebot wird zum 2. Internationalen Tag der Provenienzforschung am 8. April 2020 freigeschaltet:

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen berichten in zwei Blogbeiträgen, erstens, über die Restitution des Gemäldes »Aufweckung des Lazarus« an die Erben nach James von Bleichröder und, zweitens, über die Provenienz des Triptychons »Die vier Elemente« von Adolf Ziegler, das zu den Hauptwerken der nationalsozialistischen Kunst zählt und heute in der Pinakothek der Moderne zu sehen ist: zum Projekt 

Erst in den letzten Jahren beschäftigt sich die Forschung zunehmend mit den „Großen Deutschen Kunstausstellungen“, die wichtigsten Werk- und Verkaufsschauen der Kunst im Nationalsozialismus. In ihrem Blogbeitrag beleuchtet Sabine Brantl, Kuratorin Archiv am Haus der Kunst, diese Ausstellungen, durch die das Haus der Deutschen Kunst zum zentralen Schauplatz nationalsozialistischer Kunstpolitik avancierte: zum Projekt

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München veröffentlicht auf ihrer Homepage ein Interview mit einem der Nachfahren von Marianne Schmidl, an dessen Familie das Museum im Jahr 2019 zwei Zeichnungen der Künstlerbrüder Friedrich und Ferdinand Olivier restituiert hat. Die Präsentation trägt den Titel »Wer war Marianne Schmidl? Leben, Geschichten und Schicksal hinter den Kunstwerken«: zum Projekt (aufrufbar ab dem 08. April 2020)

Das Universitätsarchiv der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunstgeschichte der LMU den besonderen herkunfts- und besitzgeschichtlichen Hintergrund einer Monstranz aus dem Jahr 1861. Außerdem beantworten die beiden Einrichtungen der LMU vielfältige Fragestellungen, die im Rahmen der Provenienzforschung insgesamt auftauchen: zum Projekt

Außerdem ist die virtuelle Ausstellung zur Provenienzforschung an der Bayerischen Staatsbibliothek auch weiterhin freigeschaltet: zum Projekt     

Siehe auch:

Arbeitskreis für Provenienzforschung e.V.:
https://www.arbeitskreis-provenienzforschung.org/

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst: 
https://www.stmwk.bayern.de/pressemitteilung/11889/internationaler-tag-der-provenienzforschung-2020-digitalonly-mit-digitalen-angeboten.html



Diese Seite teilen

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung