Restitutionen des bayerischen Nationalmuseums


2018: an die Nachfahren von Siegfried Lämmle die Tonstatuette "Allegorie der Klugheit" ( Inv.-Nr. 37/115) von Petronio Tadolini, die 1937 beim ›Münchner Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller‹ vom Bayerischen Nationalmuseum ertseigert worden war; mit Hilfe der großzügigen Unterstützung der Bauer'schen Barockstiftung konnte das Objekt für das Bayerische Nationalmuseum erworben und mit dem Hinweis auf seine Provenienz ausgestellt werden.
2017: 
an die Nacherben von Ottmar Edwin Strauss (1878‒1941) ein Elfenbeindiptychon (Inv.-Nr. 90/288 = ›Lost Art‹-ID 449635), das 1990 durch Erwerbung der Sammlung von Fritz Thyssen (1873‒1951) über Anita Gräfin Zichy-Thyssen (1909‒1990) an das BNM gekommenen war.
2015: an die Familie Vitzthum von Eckstädt aus der Meißener Porzellan-Sammlung Stiftung Ernst Schneider ein Meißener Porzellanteller mit Schmetterlingsdekor aus dem Vitzthumschen Tafelservice (Inv.-Nr. ES 1218), der 1951 im Rahmen einer mit der Enteignung verbundenen ›Schloßbergungsaktion‹ der Familie von Carl Hermann Graf Vitzthum von Eckstädt (1882‒1945) in dem bei Leipzig gelegenen Schloss Schönwölkau entzogen worden war. Mit der Restitution des Meißener Porzellantellers aus dem Vitzthumschen Tafelservice ist vom Freistaat Bayern nun erstmals auch ein nachweislich DDR-entzogenes Kulturgut an die rechtmäßigen Eigentümer rückübertragen worden.
2014: an die Nacherben von Ernst (1881–1946) und Ida Agathe Saulmann (1898–1951) sechs Bücher (Inv.-Nr. Bibl. 11774 und 11796), die nach NS-Beschlagnahmung 1936 beim ›Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller‹ vom Bayerischen Nationalmuseum ersteigert worden waren; nach erfolgter Restitution sind diese Bücher dem Bayerischen Nationalmuseum von der Erbengemeinschaft als Geschenk überlassen worden.
2013: an die Nacherben der Familie Drey (Kunsthandlung A. S. Drey, München) eine um 1520 wohl im Auftrag König Christians II. von Dänemark, Norwegen und Schweden (1481–1559) entstandene Brüsseler Tapisserie mit allegorischer Szene (Inv.-Nr. 61/57), die 1936 bei Paul Graupe, Berlin, versteigert und dann 1961 aus dem ehemaligen Besitz von Hermann Göring (1893‒1946) als ›Überweisung aus Staatsbesitz‹ an das Bayerische Nationalmuseum gelangt war.
2012: an die Nacherben von Gustav Klemperer Edler von Klemenau (1852–1926) aus der Meißener Porzellan-Sammlung Stiftung Ernst Schneider eine Teekanne und ein Suppentöpfchen (Inv.-Nr. L ES 324a‒b; L ES 1793a‒b), die nach erfolgter Restitution vom Freundeskreis des Bayerischen Nationalmuseums erworben werden konnten.
2012: an die Nacherben von August Liebmann Mayer (1885–1944) eine Mitte des 17. Jahrhunderts entstandene Bronzestatuette des Merkur (Inv.-Nr. 37/68), die nach NS-Beschlagnahmung 1937 im ›arisierten‹ Münchner Auktionshaus von Hugo Helbing (1863‒1938) vom Bayerischen Nationalmuseum ersteigert worden war.
2011: an die Porzellansammlung im Dresdner Zwinger aus der Meißener Porzellan-Sammlung Stiftung Ernst Schneider drei Vasen (Inv.-Nr. ES 663a‒b, ES 801, ES 1056a‒b = Dresdner Zwinger Inv.-Nr. PE 8257‒8259), die während der kriegsbedingten Auslagerung abhandengekommen und auf bisher ungeklärtem Weg in den Kunsthandel gelangt waren.
1995: an die Nacherben von Gustav Klemperer Edler von Klemenau (1852–1926) aus der Meißener Porzellan-Sammlung Stiftung Ernst Schneider eine Doppelkürbisvase (Inv.-Nr. ES 75), die anschließend durch Zahlung einer Entschädigung in das Eigentum des Freistaates Bayern übergegangen ist.

 

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