Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns
Die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns (GDA) ist die zentrale Fachbehörde für das Archivwesen in Bayern und dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst nachgeordnet. Ihr unterstehen das Bayerische Hauptstaatsarchiv und acht regionale staatliche Archive.
Die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns vertritt die Staatlichen Archive Bayerns im Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern und koordiniert entsprechende Maßnahmen. Die staatlichen Archive verwahren zentrale Quellenbestände zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut, zu verfolgten Personen und Maßnahmen der Wiedergutmachung nach 1945. Im Rahmen der Überlieferungsbildung werden einschlägige Bestände aus den Abgaben anbietepflichtiger Stellen weiterhin ergänzt. Durch Erschließung und Zugänglichmachung dieser Quellen wird die Provenienzforschung unterstützt. Die Nutzung unterliegt den Bestimmungen des Bayerischen Archivgesetzes. Welche Quellen in welchem Archiv zu finden sind, folgt klaren Zuständigkeiten: Archivgut von bayernweit zuständigen staatlichen Stellen verwahrt das Bayerische Hauptstaatsarchiv, Archivgut regionaler staatlicher Stellen sind im jeweiligen Staatsarchiv zu finden.
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Projekt „Transformation der Wiedergutmachung“. Zugänglichmachung von Archivgut des Freistaates Bayern zu Rückerstattung und Entschädigung über das Themenportal „Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“
Blick in die Wiedergutmachungsakten im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, Foto: BayHStA/E. Miletic
Laufzeit: 2023 bis 2030
Förderung: Bundesministerium der Finanzen (BMF)
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Dr. Fabienne Huguenin (Projektleitung), Alina Schneider, Carolin Pfeuffer, Laura Wanninger (1.1.-30.9.2026), Simon Heidegger, Lukas Holzapfl (9.9.-4.10.2024; 15.9.-10.10.2025), Moritz Bombe (9.9.-4.10.2024 und 24.2.-21.3.2025), Florian Genath (17.3.-11.4.2025), Fabian Fritz (1.11.2025-30.4.2026).
Die Staatlichen Archive Bayerns verwahren eine nach Umfang und Inhalt höchst bedeutende archivische Überlieferung zur „Wiedergutmachung“ von NS-Unrecht. Hierzu zählen im Bayerischen Hauptstaatsarchiv Akten des Landesentschädigungsamts (LEA), des Landesamts für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung (LAVW) sowie zentralbehördliche Sachakten. In den Staatsarchiven wird hingegen die Überlieferung der fünf bayerischen Wiedergutmachungsbehörden sowie die der bayerischen Finanzmittelbehörden verwahrt. Zwischen 2023 und 2030 wird ein Teil dieser Akten digitalisiert, tiefenerschlossen und auf dem Themenportal „Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“ im „Archivportal-D“ online bereitgestellt, sofern rechtlich möglich. Initiiert wurde das Projekt vom Bundesministerium der Finanzen, das seit den frühen 1950er Jahren für die Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechtes zuständig ist. Mit dem Themenportal wird die Verbesserung des Zugangs zu dieser Aktenüberlieferung als eine der Folgeaufgaben der Wiedergutmachung umgesetzt.
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