Bayerische Schlösserverwaltung


Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen ging 1918 nach Ende der Monarchie in Bayern aus dem königlichen Obersthofmeisterstab hervor. In dessen Nachfolge betreut sie Schlösser, Burgen und Residenzen samt kostbarem Kunstinventar in ganz Bayern.

Die Kernaufgabe der Bayerischen Schlösserverwaltung besteht dementsprechend darin, die Kunstdenkmäler und ihre Ausstattungen zu bewahren. Gleichwohl erwarb die Bayerische Schlösserverwaltung im Laufe ihrer Geschichte Kunstinventar hinzu: sei es im Zuge von Schenkungen oder gezielten Einzelkäufen zur Abrundung vorhandener Bestände, sei es durch Übernahme geschlossener Sammlungen oder anlässlich nachträglicher Übertragungen von Liegenschaften in ihren Verantwortungsbereich. Im Wissen um die große Verantwortung gegenüber möglichem NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut ist die Provenienzforschung seit 2019 bei der Bayerischen Schlösserverwaltung innerhalb der Museumsabteilung verstetigt.

Erklärtes Ziel der Bayerischen Schlösserverwaltung ist, einen systematischen Überblick über ihre Zugänge ab 1933 zu gewinnen, jedem Anfangsverdacht eines NS-verfolgungsbedingten Entzugs nachzugehen und bei Erhärtung des Verdachts die Recherchen bis zum tiefstmöglichen Erkenntnisstand zu verfolgen. Im Falle eines belegten NS-verfolgungsbedingten Entzugs sucht die Bayerische Schlösserverwaltung mit den Anspruchsberechtigten gerechte und faire Lösungen im Sinne der Washingtoner Erklärung von 1998.

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